Dienstag, 24. Mai 2011

Ich kann keine Schlüssel mehr sehen

Guten Abend,

ich bin heute Morgen um viertel vor sieben aufgestanden, habe gefrühstückt und wurden dann von Suzanne wieder ins Bett geschickt. Ich durfte dann noch ein wenig schlafen.

Nachdem ich ausgeschlafen war, habe ich mich direkt an meine To-Do-Liste gemacht: Alecs Wäsche falten, Jessies Geschenke einpacken, Mülltonnen reinholen, Briefe zum Briefkasten bringen... UND Schlüssel kleben. Es nimmt einfach kein Ende. Heute habe ich wieder 600 Schlüssel verklebt und es sind immer noch welche übrig. Diese warten schon wieder morgen auf mich.
Nebenher habe ich ein paar Folgen von "How I Met Your Mother" geschaut.

Um halb drei habe ich Caroline und John von der Schule abgeholt. Die Beiden haben schön auf dem Spielplatz gespielt, während ich geklebt habe. Dann hatte Caroline ihre Klavierstunde. Morgen hat sie eine Probe für ihre erste offiziele Aufführung. Das wird spannend. :-)

Dann habe ich Essen gemacht und Caroline ging es gar nicht mehr gut. Sie hat plötzlich fürchterlich angefangen zu weinen, weil sie ihre Mama vermisst. Wir haben uns dann zusammen in ihr Bett gelegt und ich habe sie gestreichelt. Aber sie wollte nicht kuscheln und ist auch nicht zur Ruhe gekommen. Nach einer halben Stunde hat sie endlich aufhgehört zu weinen und wir haben Namen für das neue Baby von ihrem Vater gesucht. Danach ist sie dann mit mir auch wieder runter gekommen und hat gegessen.

Suzanne weiß auch nicht was sie noch machen soll. Die Situation heute war extrem. Das habe ich hier noch nicht erlebt. Aber bald wird Caroline ihre Mama ja wieder ganz für sich haben, denn Suzanne wird ihren Job aufgeben. Mal sehen, was dann wird. Caroline wird dann vermutlich noch weniger auf mich hören. Aber das wird schon noch... abwarten und Tee trinken. :-)

Gute Nacht,

Sunny

PS: Ich werde nun endlich wieder mal lesen... es ist schon wieder eine Weile her...

Montag, 23. Mai 2011

600 Schlüssel weniger

Hey,

heute hat der Alltag wieder begonnen. Nachdem ich Caroline zur Schule gebracht hatte, bin ich natürlich wieder ins Bett gegangen. Aber nicht für lange, denn Caroline hatte nur einen halben Schultag. Ich habe sie und John zu einer Schulfreundin gebracht. Als ich wieder zu Hause war, habe ich direkt angefangen wieder Schlüssel auf kleine Kärtchen zu kleben. Ich habe heute insgesammt 600 Schlüssel geklebt. Nebenher habe ich mit meinen Eltern geskyped. Somit war es nicht ganz so langweilig. Dann war es auch schon Zeit Caroline wieder ab zuholen. Sie hat dann noch ein wenig draußen gespielt und ich habe Essen gemacht.

Nach dem Abendbrot hat Suzanne mit mir gesprochen und hat Veränderungen an mir bemerkt. Ich habe nicht bemerkt, dass ich mich verändert habe, aber es war gut, dass sie mit mir gesprochen hat. So kann ich wenigstens etwas verändern.

Ich habe dann noch die Wäsche gemacht und Caroline hat mir ein Buch vorgelesen. Sie verbessert sich immer mehr im Lesen.

Nun schaue ich noch ein wenig Fernsehen und gehe dann schlafen.

Gute Nacht,

Sunny

Sonntag, 22. Mai 2011

Ein weiterer Besuch in Starksboro

Guten Abend,

heute hatte ich endlich mein versprochenes "freies Wochenende". Gegen Mittag habe ich endlich nach über 10 Monaten meine Familie wieder gesehen. Meine Groußcousine hatte ihre Kommunion und meine Eltern hatten ihren Laptop dabei, sodass ich dabei sein konnte. Es war richtig toll alle wieder zu sehen. Außerdem war es auch richtig lustig. Die Kids sind so groß geworden, meine Cousinen haben super abgenommen und ein neues Cousinchen ist schon unterwegs. Ich habe viel verpasst, aber ich freue mich schon alle wieder in echt zu sehen.

Nach 2 1/2 Stunden quatschen bin ich nach Starksboro zu meiner alten Gastfamilie gefahren. Es war toll. Die Kids haben mich die ganze Zeit umarmt und wollten meine Hand halten. Wir haben die ganze Zeit im Garten gespielt, da das Wetter super war. Eigentlich wollte ich danach noch zu Malia fahren, aber sie ist gerade erst von ihrem Urlaub zurück gekommen und war erschöpft und wollte ein wenig Zeit mit ihren Kids verbringen. Das kann ich ja verstehen. Also bin ich dann wieder nach Hause.

Abends habe ich erst einmal all die Folgen von den Shows angeschaut, die ich verpasst habe. Und nun freue ich mich auf die Heija :-)

Gute Nacht,

Sunny

Samstag, 21. Mai 2011

3000 Schlüssel

Huhu,

heute durfte ich wieder ausschlafen. Das war toll.

Gegen Mittag habe ich Suzanne nach Middlebury gebracht. Dort hat sie eine kleine Motorradtour mit Erik gemacht. Caroline und ich haben uns da erst einmal ein Eis geholt. Das Wetter war richtig gut. Aber als wir wieder los gefahren sind, hat es auf einmal angefangen zu regnen. Es war ziemlich lustig, denn von einem auf den anderen Moment hat sich das Wetter geändert. Eine Minute Regen, nächste Minute Sonnenschein. Auf dem Rückweg wollten wir noch schnell in Starksboro bei meiner alten Gastfamilie vorbei schauen, aber sie waren leider nicht da.

Wieder zu Hause habe ich mit meinen Eltern, meiner Tante und meiner Cousine geskyped. Das war toll, da ich in den ganzen 10 Monate nie mit jemanden aus meiner Familie (ausgenommen meine Eltern, meine Oma und mein Onkel) geskyped habe.

Zum Abendbrot hat Suzanne Krabbenbeine gemacht. Zum Glück brauchte ich sie nicht essen, ich habe immer noch den Hummer im Kopf...



Nachdem ich Caroline ins Bett gebracht hatte, habe ich mich an Suzannes Arbeitsprojekt gemacht. Sie muss über 3000 Schlüssel auf kleine Kärtchen kleben. Ich habe eben schon 200 gemacht. Aber in den nächsten Tage werde ich wahrscheinlich noch fleißig mithelfen.



Sooo nun freue ich mich schon auf morgen, denn meine Großcousine hat ihre Kommunion und ich werde mit dem Rest meiner Familie skypen können. Das wird bestimmt lustig :-)

Gute Nacht,

Sunny

Freitag, 20. Mai 2011

Endlich wieder zu Hause

Guten Abend,

nach einer langen Woche konnte ich nun endlich mal ausschlafen. Das Haus war leer und ich habe meine Eltern angerufen und ihnen alles von meinem Urlaub erzählt, auch wenn sie ja schon fast alles wussten.

Dann habe ich meinen Tahoe von der Werkstatt abgeholt und bin zu Johns Haus gefahren, um Caroline ab zuholen. Aber sie wollte noch ein wenig da bleiben und ich habe ein Eis bekommen. Johns Eltern und ich haben uns auf die Terrasse gesetzt und haben viel gequatscht. Nach 2 1/2 Stunden sind wir dann mal nach Hause gefahren. Aber mit John. Die Beiden hatten ja noch nicht genug gespielt :-)

Caroline durfte heute Abend einen Film schauen. Sie hat sich für die Unglaublichen entschieden. Dabei durfte sie dann auch ihre Mac and Chesse essen. Ich habe währenddessen meine ersten Online-Bewerbungen abgeschickt. In Würzburg brauche ich mich nur online bewerben und in Mannheim muss ich auch noch Unterlagen einschicken. Für die anderen Unis muss ich noch bis Ende Mai/ Anfang Juni warten, bis sie ihre Online-Bewerbungen freischalten.

Dann habe ich Caroline noch ins Bett gebracht. Eigentlich hatte mir Suzanne gesagt, dass ich den Rest der Woche frei habe, aber nun habe ich heute schon knapp 7 Stunden gearbeitet und morgen braucht sie mich auch. Mal sehen.

Gute Nacht,

Sunny

Donnerstag, 19. Mai 2011

Tag 6 in Boston


Heute schreibe ich wieder aus New York. Ich sitze gerade am Flughafen und warte auf meinen Flug nach Hause.

Heute Morgen kam der Wake-Up-Call schon um 5 Uhr. Erstaunlicherweise bin ich gut raus gekommen und war schnell in der Lobby. Unsere erste Station war die Harvard University in Cambridge. Auf dem Weg dahin bin ich schon wieder kurz eingeschlafen.

Harvard hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt. Es war zwar schön, aber irgendwie hatte ich mir was anderes vorgestellt... es fehlte was mysteriöses... schließlich ist das DIE Uni in den USA. Danach sind wir zum MIT gefahren. Das auch eine berühmte Uni. Hier studieren jedoch diejenigen, die ihren Schwerpunkt in der Technologie haben.

(Jacky (Tourguide), Lu und ich vor dem MIT)

Danach gab es noch eine Schiffsrundfahrt, von der ich aber nicht so begeistert war. Es war nebelig und man hat nicht wirklich was von Boston gesehen. Ich war ja letzten Monat schon mal da und diese Stadt ist traumhaft schön. Davon konnte man heute gar nichts sehen. Wir sind auch nicht wirklich durch die Stadt gelaufen, sondern wurden nur am Quinzy Market abgesetzt um etwas zu essen und dann ging es auch schon wieder in den Bus. Also da hätte ich mehr erwartet.

Die deutsche Familie ist dann in Boston geblieben, denn sie fliegen heute noch nach Kalifornien. Ich bin noch 4 Stunden nach New York gefahren. Der Bus hat wieder gestunken und die Klimaanlage war zu kalt. Sogar nachdem ich unseren Reiseleiter mehrmals darauf angesprochen hatte, wurde nichts daran geändert. Na ja, das ist jetzt vorbei und ich sitze hier am Gate 20.


In ca. 2 Stunden startet mein Flug. Suzanne will mich nicht abholen, also habe ich Sarah W gefragt, ob sie mich abholen kann. Zum Glück war sie so freundlich und hat ja gesagt. Das schätze ich sehr! Der Urlaub war schon teuer und aufregend genug, da brauche ich nicht noch eine teure Taxifahrt.

Dann bis morgen,

Sunny

Mittwoch, 18. Mai 2011

Tag 5 an den Niagara Fällen

Huhu,

heute Morgen bin ich um 5 Uhr aufgestanden und bin duschen gegangen. Danach bin ich natürlich wieder zurück ins Bett gegangen. Um 6 Uhr kam der Wake-Up-Call und um 6:10 kam direkt noch einer in Form von Feueralarm. Ich war immer noch in meinem Schlafanzug, ich habe einfach nur meinen Laptop und meine Tasche geschnappt und bin raus auf den Flur und habe an die Tür von der deutschen Familie gekloppt. Wir sind dann die Treppen runter und ab in die Lobby (warum alle bei Feueralarm wieder ins Gebäude rennen ist mir auch schleierhaft). Viele der Chinesen waren schon angezogen und hatten ihre Koffer dabei. Ich habe mich da ein wenig komisch gefühlt. Na ja... so nach einer viertel Stunde durften wir dann wieder in unsere Zimmer. Ich weiß immer noch nicht was den Alarm ausgelöst hat, aber ich habe nun amerikanische Feuermänner von Nahem gesehen.

Wir waren ein zu spät am Bus, aber wir sind trotzdem noch als erste Gruppe weg gekommen. Wir sind dann wieder zu den Niagara Fällen gefahren, wo wir einen IMAX Film gesehen haben. Der war aber nichts Besonderes. Direkt im Anschluss sind wir zu der „Maid of the Mist“ gegangen. Das ist das Boot, dass dich ganz nah an die Fälle bringt. Wir haben natürlich alle diese schönen blauen Verhüterlie bekommen. Zum Glück waren wir früh da und sind mit dem ersten Boot gefahren. Die Aussicht war der Wahnsinn. Was da für Wassermassen runter kommen. Ich habe ein paar Fotos gemacht, aber es war so nass, ich weiß noch nicht, ob die Fotos was geworden sind.


Danach ging die lange Busfahrt los. 7 Stunden bis Boston plus Pinkelpausen und Mittagessen.

Ich bin direkt mal für über eine Stunde richtig eingeschlafen. Nach dem Mittagessen haben wir eine Art Musikstunde gehabt. Viele sind nach vorne gegangen und haben was aus ihrem Land gesunden. Juliane und ich haben dann „Drei Chinesen mit dem Kontrabass“ gesungen.

Um 9 Uhr sind wir endlich in Boston angekommen und sind direkt zu unserem Hummeressen gegangen. Ja, richtig gelesen: Hummer! Ich hatte ja keine Ahnung wie man so etwas isst und die anderen auch nicht. Die Kellner haben uns dann aber geholfen. Ich bin froh, dass ich es probiert habe, aber Hummer schmeckt fürchterlich! Ich habe mich dann an Reis satt gegessen. Zum Nachtisch gab es „Sweet Water“. Auch etwas sehr ekliges. Überhaupt der ganze Tisch sah sehr appetitlich aus, als wir fertig waren.


Nun bin ich in einem Hotel in Boston. Morgen wird der Wecker schon um 5 Uhr angehen.

Gute Nacht,

Sunny